Gehaltsverhandlungen bereiten vielen Arbeitnehmern Schwierigkeiten.

  • Liege ich zu hoch?
  • Wie weit kann ich gehen?
  • Falle ich mit meinen Vorstellungen aus dem Rahmen, aus der Bewerberauswahl?

Diese Fragen höre wir immer von Bewerbern.

Was ist zu tun?

In den meisten Berufsfeldern lässt sich die Arbeit nicht direkt in Zahlen oder einem Wert ausdrücken. Daher ist es speziell auch für Berufseinsteiger schwer sich ein Bild über das passende Gehalt zu machen. 
Grundsätzlich empfiehlt sich eine ausführliche Recherche. Im Internet findet man generell gute Informationen über Gehälter, so z.B. über Einstiegsgehälter für Absolventen.
Zusätzlich sollten Sie aber auf jeden Fall auch überprüfen was in der Branche generell gezahlt wird. Gibt es einen Tarifvertrag für die Branche ist dieser meistens öffentlich z.B. über die Branchenverbandsseite (Arbeitgeberverband) oder die Website der entsprechenden Gewerkschaft aufrufbar.

Oft kursieren im Internet auch Gehaltsspiegel zu bestimmten Berufsgruppen, die von Personalberatern, -dienstleistern oder Forschungsinstituten oder oft auch von Berufsgruppenverbänden wie z.B. dem BVBC (Bilanzbuchhalter- und Controllerverband)
ins Netz gestellt werden.

Wichtig bei Ihrer Recherche ist, dass Sie sich über die Größe des Betriebs informieren und möglichst auch über den Kundenstamm. Letzterer wird oftmals in den Referenzen einer Firma erwähnt. Ebenso kann die aktuelle, generelle Wirtschaftslage Einfluss auf die Verhandlung haben. Je besser es dem Unternehmen geht, umso eher werden Ihre Gehaltsvorstellungen Gehör finden.

Im Verhandlungsgespräch

Jetzt ist Ihr persönliches Auftreten äußerst wichtig.
Sie wurden zum Interview eingeladen und haben im Gespräch das Gefühl, dass Sie die fachlichen Aufgaben der Stellenanforderung gut bis sehr gut erfüllen können. 

Zudem sagt Ihr Bauchgefühl das die zwischenmenschliche Chemie stimmt.
Dann ist es jetzt an Ihnen, Ihre Qualitäten nochmals bewusst zusammenzufassen, dem Unternehmen jetzt mitzuteilen auf welche Art Sie es weiterbringen wollen.

Seien Sie sich Ihrer Qualitäten bewusst und formen Sie schon vorher Argumente, auf welche Art Sie das Unternehmen weiterbringen werden. Den Hinweis auf bereits nachweisbare Erfolge bringen Sie hier sehr gut weiter.

Verlieren Sie dabei nie die „Augenhöhe“!
Seien Sie selbstbewusst und überzeugt davon, dass Sie hier erfolgreich arbeiten werden. 

Tendenziell sitzt der Arbeitgeber am längeren Hebel, das ist jedoch kein Grund als Bittsteller aufzutreten.

Wenn Sie schon länger im Unternehmen arbeiten, können Sie auch gerne versuchen Ihren Chef dazu zu bringen, eine Leistungseinschätzung über Sie zu geben. Damit liefert er Ihnen automatisch gute Argumente für die Gehaltserhöhung. Generell liegt es jedoch an Ihnen Ihrem Chef zu zeigen, dass Sie für die Firma von größerem Nutzen sind.

Entweder haben Sie konkrete Zahlen, wie beispielsweise Kostensenkung in Ihrer Abteilung oder Sie haben sich durch Schulungen weitergebildet. In jedem Falle machen Sie sich Gedanken darüber, wie Sie ihr Aufgabenfeld erweitert haben und kommunizieren Sie das auch deutlich in dem Verhandlungsgespräch.

Abzuraten ist in jedem Fall von Konfrontationshaltung gegenüber Ihrem Chef. Drohen Sie ihm nicht gleich mit Kündigung, wenn er nicht auf die Gehaltsvorstellungen eingeht.
Auch Aufwendungen wie Benzinpreiserhöhungen, verteuerte Bahntickets etc. interessieren Arbeitgeber in Gehaltsverhandlungen grundsätzlich nicht.

Zeigen Sie sich kompromissbereit aber treten Sie dennoch Selbstbewusst auf. 
Schließlich hat Ihr Chef Interesse an zufriedenen und motivierten Mitarbeitern.

Viel Erfolg!

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